Tierschutzverein Dippoldiswalde u.U.e.V. (Rabenauer Str. 40 · 01744 Dippoldiswalde) - Frühlingsfest 2010

Frühlingsfest im Tierheim Reichstädt

Bei wem schon mal eine fremde Katze ums Haus schlich, die um Futter oder Zuwendung bettelte, obwohl man selber einen solchen Hausgenossen besitzt, wer in der Nachbarschaft vergeblich herum fragte, wem das hilflose oder offensichtlich verletzte Tier wohl gehören könnte, der weiß den Wert eines Tierheimes in der Nähe zu schätzen. Dort kann man Hilfe bekommen und den herrenlosen Tieren oft eine Bleibe besorgen. Mitarbeiter in Tierheimen bieten Haustierbesitzern aber auch die Möglichkeit, eine längere Reise ohne tierischen Anhang zu unternehmen und betreuen während dieser Zeit die Hausgenossen als Pensionsgäste; doch dies stets unter Beachtung freier Plätze für spontan kommende Fundtiere. Das scheint dann auch ganz gut zu funktionieren, dachte ich bei einem Besuch. Im Tierheim Reichstädt wurde bei herrlichem Sonnenschein am 17. April ein Frühlingsfest gefeiert. Die Betreiber wollten sich mit ihren Möglichkeiten präsentieren, aber auch auf ihre Sorgen aufmerksam machen.

Nach einem informativen Rundgang mit Frau Weißbach konnte man bei Kaffee, leckerem Kuchen und belegten Brötchen die Eindrücke verarbeiten. Eine Tombola lockte ebenfalls. Der Erlös aller Einnahmen kommt dem Tierheim zugute. Vielleicht spielte der eine oder andere Besucher auch mit dem Gedanken, selber ein Tier als Hausgenossen zu erwerben. Die tierischen Bewohner des Tierheimes reagierten auf dieses Fest sehr unterschiedlich. Einige waren sehr aufgeregt und äußerst respektlos laut, als der Bürgermeister und der ehemalige Landrat mit den Honoratioren vorbei schauten, andere Tiere wiederum ließen sich nicht von ihrem nachmittäglichen Nickerchen abbringen. Reizende Kätzchen aalten sich in ihren Apartments auf ihren Lieblingsplätzchen und besonders die dreifarbigen, die sogenannten Glückskatzen, waren sich ihrer Schönheit wohl bewusst und nahmen keine Notiz von den Besuchern. Sogar ein exotisches Vögelchen balancierte in seinem Bauer.

Wer die Fernsehsendung „Tierisch, tierisch“ kennt, der weiß, wie wichtig solche Einrichtungen sind und wie notwendig Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung. Wir wünschen uns, dass viele der tierischen Bewohner bald eine eigene Familie finden mögen und dass dieses Tierheim trotz der bekannten finanziellen Schwierigkeiten in allen Bereichen unserer Gesellschaft immer wieder Gönner und Helfer findet. Gehen Sie doch auch mal hin!

Adelheid Heerklotz
(Erschien in der Mai-Ausgabe der "Reichstädter Nachrichten" und von "Dippolds Bote"; wir danken für die Genehmigung zur Veröffentlichung hier auf dieser Webseite)

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