Tierschutzverein Dippoldiswalde u.U.e.V. (Rabenauer Str. 40 · 01744 Dippoldiswalde) - Neues aus dem Tierheim

Information des Tierschutzvereins Dippoldiswalde e. V.

 

Und nun hier – leider –, aber der Situation geschuldet, die Fortsetzung der „unendlichen Geschichte“ des Tierheimes Reichstädt:

Und nun – sollte man annehmen – geht alles seinen Gang...
 
Mitnichten: wir haben schon vor Wochen schön gestaltete Informationsmitteilungen an die Bürger erstellt (obwohl das fahr nicht unsere Aufgabe gewesen wäre) und um Verteilung in die Schaukästen der ehemaligen Gemeinde Schmiedeberg gebeten. Frau Hoffmann hat das schriftlich abgelehnt.
Dann war zu vernehmen – als wir selbst ins Bürgerbüro in Schmiedeberg diese Info-Blätter gebracht hatten –, dass diese ausgeteilt werden sollen.
Das soll – nach neuesten Informationen – wieder untersagt worden sein...
 
Ich frage mich zum zigsten Male: Worum geht es hier eigentlich?
 
Doch wohl um den Willen der ehemaligen Schmiedeberger, nämlich ihre Tiere, die ein zuhause suchen, in einem schönen Tierheim bestens untergebracht zu wissen – außerdem handelt es sich um eine Pflichtaufgabe.
Wissen die Stadträte eigentlich, dass diese Vereinbarung bereits zum 31.12.2014 gekündigt wurde durch Dippoldiswalde – wobei sogar der Versuch eine sofortigen fristlosen Kündigung (wegen einer der Stadt nicht zumutbaren finanziellen Doppelbelastung(!) zwar unternommen wurde, aber ins Leere ging?
 
Ute Weißbach
 
Fortsetzung folgt

 

Zum Thema Tierheim Reichstädt

 
Warum wurde der Vertrag über die Fundtieraufnahme (Pflichtaufgabe der Kommune) zwischen dem Tierschutzverein Dippoldiswalde u. Umgebung e.V. und der Stadt Dippoldiswalde durch den Verein zum 31.12.2013 gekündigt?
 
Der Vertrag ist vorsorglich und fristgerecht am 30.09.2013 zum Jahresende gekündigt worden,
weil auf unser Schreiben vom 25.09.2013 bezüglich der Notwendigkeit von Gesprächen zur Finanzierung der Aufnahme und Betreuung von Fundtieren aus der Sicht der Fusion der Stadt Dippoldiswalde mit der Gemeinde Schmiedeberg ab 2014 – verbunden mit der Bitte um Rückinformation betreffs Gesprächsbereitschaft – keinerlei Reaktion erfolgt ist
und
nun einmal die Kündigung eines einzelnen Punktes eines Vertrages nicht möglich ist.
 
Es blieben somit 3 Monate Zeit, um in Ruhe miteinander zu sprechen und dann auch die Kündigung zurückzunehmen – wenn man denn zu Gesprächen bereit gewesen wäre...!
Zudem erfolgte – um Irritationen zu vermeiden (so lautete auch die schriftliche Aussage) ein Schreiben am 19.10.2013 an Herrn OB Kerndt und die Damen und Herren Stadträte bezüglich unseres Schreibens vom 25.09.2013 (kam dort nie an...).
 
Hätten wir nicht gekündigt, so wäre das gesamte Jahr 2014 zu denselben Bedingungn wie 2013 abgelaufen, was bedeutet hätte, dass
- Dippoldiswalde weiter 0,74 Euro/Einwohner/Jahr abzügl. 7% Umsatzst.
 
und - Schmiedeberg weiter 0,60 Euro/Einwohner/Jahr abzügl. 7% Umsatzst.
an den Tierschutzverein gezahlt hätte...
 
Diese Beträge sind unakzeptabel – gem. BGB sind die Aufwendungen zu erstatten.
Betont werden muss zudem, dass Dippoldiswalde und Schmiedeberg die Kommunen sind, die uns weit über Durchschnitt in Anspruch genommen haben.
 
Beispiel: Im Jahr 2012 wurde von Dippoldiswalde für die Erfüllung der Pflichtaufgabe
(Fundtieraufnahme und Betreuung)
- der Beitrag in Höhe von 7.732,00 Euro gezahlt,
- angefallene Kosten: 22.159,00 Euro – das heißt:
2/3 der Kosten hat der Verein getragen!
 
Man hat mit uns nicht reden wollen, sondern hinter unserem Rücken bereits im September mit dem Tierschutzverein Freital verhandelt – das können wir beweisen!
 
Äußerungen aus dem Bauhof (Herr Koch – jetzt Mitarbeiter im Ordnungsamt(!) belegen dies im September 2013 anschaulich, wo genannter Herr Koch sich in einer Fundtierangelegenheit gegenüber Frau Thiele (Ltrn. Tierheim) dahingehend geäußert hat, … „dass Frau Weißbach bald neue Verträge auf dem Tisch hat, die sie wahrscheinlich ins Schwitzen bringen würden“.
 
Zu diesem Zeitpunkt (Mitte 2013) waren wir noch in Verhandlung mit dem Tierschutzverein Freital (Vorbereitung einer Tierheimübernahme mit anschließender Fusion der beiden Vereine – juristisch abgesichert durch die Rechtsabteilung des Deutschen Tierschutzbundes).
Dies wurde überraschend durch die Vereinsvorsitzende von Freital, Frau Koch (zufällig gleicher Name) mit der Begründung abgelehnt, dass man - keine Fussion
- vorerst (?) keine Tierheimübernahme möchte!
 
Wie also kommt man an unser Tierheim ran – ohne Fusion?
 
Indem man uns „das Wasser abgräbt!“ - und das tut der Verein nun ja auch mit der Stadt Dippoldiswalde gemeinsam!
 
Zumindest auf dem Papier..., die Frage ist aber, wie kann der Freitaler Verein, der sich in dem ab 2014 mit der Stadt Dippoldiswalde geschlossenen Vertrag verpflichtet hat, alle Tiere während und außerhalb der Arbeitszeit in Dippoldiswalde abzuholen(!), dies eigentlich realisieren, wo er doch auch allen anderen Kommunen die gleiche Leistung erbringen will?? (Freital, Wilsdruff, Kreischa, Tharandt, Bannewitz, Glashütte, Rabenau, Klingenberg, Dippoldiswalde?)
Und es geht – nicht zu vergessen – um eine Pflichtaufgabe der Kommunen, die als Dienstleistung auch bezahlt wird.
 
Dazu sind keine Fallen (auf die so vorrangig Wert gelegt wird) erforderlich, es handelt sich bei der Pflichtaufgabe um zahme Tiere! Und diese laufen zu! Diese Tiere werden nicht eingefangen, sondern überwiegend durch die Bürger gebracht – ins Tierheim! Fallen werden für herrenlose Katzen (wilde freilebende, scheue Tiere!) benötigt, um diese zur Kastration einzufangen – sie werden danach wieder in die Freiheit entlassen. Das ist nicht Bestandteil der Pflichtaufgabe – das Fundrecht ist nicht auf Herrenlose anzuwenden.
 
Und daraus ergiebt sich die zweite Frage – wo sollen diese Tiere alle hin? Eine Kapazität hierfür ist in keiner Weise vorhanden!
 
Und dass Tiere aus unserem Einzugsgebiet in Freital aufgenommen werden könnten, haben die Vertreter des Freitaler Vorstandes bei unseren Gesprächen im Vorjahr mehrfach verneint - „es ist keine Kapazität dafür da“.
 
Außerdem wurde mehrfach geäußert, „dass man hinter unserem Rücken keine Verträge mit Kommunen schließen werde, die von uns bedient werden“.
Herr Greif hat das, was dann gemacht wurde, genau richtig bezeichnet – nämlich als „Vertrauensbruch“.
 
Fazit: Die Stadt Dippoldiswalde hat nicht mit uns gesprochen, sondern uns bereits am
20.12.2013 mitgeteilt, „...dass bereits erfolgreich ein Vertrag mit dem TSV Freital zur
Fundtieraufnahme ab 2014 abgeschlossen wurde“.
 
Und dazu kommt noch die offiziell (Presse, frm-Beitrag) verkaufte Begründung der Stadt, „warum sie handeln musste...“!
 
Dies wird folgendermaßen formuliert:
„Handeln musste die Stadt, weil sie bis weit in den Dezember auf Zahlen gewartet hätte, die durch den Stadtrat gefordert und von uns nicht vorgelegt worden wären“.
Antwort: Derartiges lag bzw. liegt uns nicht vor!
Also ist das nichts Anderes, als eine fadenscheinige und gesuchte „Begründung“ dafür, dass man z. Zt. nicht ehrlich gewesen ist und in der Öffentlichkeit uns auch noch als den „Sündenbock“ darstellt. Unschön...
 
 
Weitere Forderungen der Stadträte nach Zahlenmaterial liegen uns nicht vor.

Ute Weißbach

 

Und hier mal eine recht erfreuliche Information an unsere Tierfreunde:

Unsere Samtpfote und Sorgenkind „Biene“ hat vor einigen Tagen ein wunderschönes neues Zuhause in Freital gefunden. Sie lebt nun in einem ruhigen Zweipersonenhaushalt und hatte überhaupt keine Eingewöhnungsprobleme. Sie benimmt sich vom ersten Augenblick an in der neuen Umgebung so, als „ob sie schon zehn Jahre dort gelebt hätte“. Dies haben uns die neuen „Katzeneltern“ so mitgeteilt und wir sind natürlich auch glücklich und zufrieden!


 


zu Stadt schließt Vertrag mit Freitaler Tierheim

(Artikel „SZ“ vom 10.01.2014)

Hier heißt es „Ein Grund für den Wechsel ist, dass die Freitaler sich in dem Vertrag verpflichten, die Fundtiere selbst vor Ort abzuholen und das auch außerhalb der üblichen Arbeitszeit. Lt. OB Kerndt kann der Dippoldiswalder Verein diese Leistung nicht bieten.“ Beides stimmt nicht.

  1. 1. Das Erfordernis, Fundtiere auch unserem Bereich durch den Freitaler Verein abholen zu lassen, besteht überhaupt nicht. Das Tierheim ist vor Ort vorhanden.
    Dazu aus der Beschlussvorlage Nr. 83/2013 der Stadt Dippoldiswalde aus der Begründung über die Zahlung von 7.500 Euro als Zuschuss zum Bestandserhalt des Tierheimes Reichstädt zur öffentlichen Sitzung des Stadtrates am 04.09.2013:
    „Die Erstversorgung und Unterbringung von Fundtieren ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Da die Stadt Dippoldiswalde keine eigenen Unterkünfte für Fund-/ herrenlose Tiere bereithält, überträgt die Stadt dem Tierheim die Wahrnehmung der Verwahrungspflicht. In diesem Fall ist die Stadt als Auftraggeber gemäß Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verpflichtet, dem Tierheim die erforderlichen Aufwendungen zu ersetzen.“
    Weiter heißt es: „Es wurde durch die Stadtverwaltung Dippoldiswalde geprüft, die Fundtiere in andere umliegende Heime unterzubringen. Die Kapazität in Freital ist allerdings sehr beschränkt.
    Der Abschluss eines Vertrages mit dem Tierheim Freital zur Aufnahme von Tieren mit uns kommt nicht in Frage, solange wir selbst ein Tierheim haben. Der räumliche Aspekt ist ein wichtiger Punkt.
    Ein Transport eines Tieres nach z. B. Freital oder Pirna wäre nicht tragbar, wenn ein Tierheim im Stadtgebiet vorhanden ist. Dieser Meinung schließt sich auch das Tierheim in Pirna an.“

    Und zum Schluss heißt es, dass Fundtiere größtenteils selbst nach Rüchsprache mit der Stadt ins Tierheim gebracht werden.

Ein Problem grundsätzlicher Art dürfte sich für den Leser dieser Zeilen ergeben, wenn er sich die Frage stellt, wie eigentlich solche avisierten Transporte von Fundtieren vor sich gehen sollen, denn wissen muss man, dass der Freitaler Verein bis Ende 2013 bereits mit Kommunen mit rd. 90.000 Einwohnern vertraglich gebunden hat und meines Wissens auch dort anbietet, alle Leistungen selbst zu erbringen. Dazu kommen dann noch 4.400 Einwohner von ehem. Pretzschendorf und 14.500 Einwohner aus Dippoldiswalde...
Da hat man dann wahrlich keine finanziellen Probleme als Verein...

 

  1. Zu Leistungen außerhalb der üblichen Arbeitszeit:
    Für den Zeitraum zwischen Dienstschluss der Stadtverwaltung (innerhalb derselben ist diese ja lt. BGB sowieso Fundbehörde und wendet sich dann telef. ans Tierheim) und 19.00 Uhr (tägliche Tierheimbesetzung) ist zwischen der Stadt Dippoldiswalde (Frau Hoffmann) und dem Verein (Frau Weißbach) vereinbart worden, dass, sollte ein Tier irgendwo zulaufen (was äußerst selten vorkommt) Herr Reichel/Bauhof telef. zu benachrichtigen ist und das Tier ins Tierheim bringt; hat reibungslos geklappt, bis 21.09.2013. Dazu wird gesondert berichtet – dieses Datum muss man sich merken.
    Lt. § 2 Abs. 6 der Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Verein war es ab 19.00 Uhr möglich, im Falle eines Fundtieres über die Vereins-Nr. 03504/619950 sowie die Handy-Nr. 0152/27xxxxx0 (Frau Thiele) dieses direkt abholen und ins Tierheim bringen zu lassen. Frau Thiele hat dies mit ihrem Privatfahrzeug angeboten.
    Sie hat Herrn Kerndt aufgrund der Falschinformation in der Presse angerufen, dies richtiggestellt (er selbst hat die Vereinbarung unterschrieben), um eine entsprechende Richtigstellung gebeten und zur Antwort erhalten, dass dies so nicht festgeschrieben wäre...
    Und „der Bauhof sei auch nicht mehr bereit, etwas zu machen“.

Hierzu und zur Thematik der Finanzsituation des Tierschutzvereines insgesamt bzw. diesbezüglicher Hintergrundinformationen dann im nächsten Beitrag.


Ergänzend veröffentlichen wir hier zwei E-Mails von Bernd Greif (ehemaliger Landtatrat des Weißeritzkreises im Ruhestand) an den Tierschutzverein Freital:

Von: Bernd Greif
Gesendet: Donnerstag, 26. Dezember 2013 19:26
An: Corinna Koch
Betreff: Tierheim Reichstädt

Sehr geehrte Frau Koch,
nunmehr muss ich mich leider wieder mal an Sie wenden.
Der Tierschutzverein Dippoldiswalde hat vor wenigen Tagen die Mitteilung von der Stadt Dippoldiswalde erhalten, dass kein neuer Vertrag mehr mit uns abgeschlossen werde, da inzwischen ein solcher mit dem Tierschutzverein Freital unterzeichnet wäre. Dies hat uns überrascht und auch verärgert, weil wir im Sinne des Tierschutzes und der Erhaltung unserer beiden Einrichtungen glaubten, und von Ihnen auch gesagt bekommen hatten, dass ein solcher Vertrag hinter dem Rücken unserer Einrichtung nicht geschehen werde. Leider waren dies augenscheinlich nur leere Worte und geben denen Recht, die skeptisch über die Zusammenarbeit unserer beiden Häuser dachten, sehr schade. Zum Anderen hatten Sie uns bei unseren Gesprächen auch informiert, dass Sie in Freital gar keine Kapazitäten hätten, um weitere Tiere von Dippoldiswalde aufzunehmen, zumal Sie demnächst ja auch dringend rekonstruieren müssten. Telefonisch hatte ich Frau Salomon informiert, dass wir den Vertrag mit Dippoldiswalde nur im Punkt der Nutzungsgebühr verändern, ansonsten aber weiter fortsetzen wollen.
Nach diesem Ihrem Vertrauensbruch stehen wir vor einer komplizierten finanziellen Lage, werden aber das Haus weiter führen.
Wann und wie eine Überführung der Tiere von Dippoldiswalde nach Freital geschehen soll, wissen wir noch nicht. Wir werden allerdings die artgerechte Unterbringung (unserer Tiere) in Freital sehr kritisch im Auge behalten, dass sollten Sie bereits an dieser Stelle wissen.
Wir bedauern diese Entwicklung, die unserem eigentlich gemeinsamen Zielen nicht förderlich ist.

Im Auftrag des Tierschutzvereines Dippoldiswalde und Umgebung

Bernd Greif


 

Von: Bernd Greif
Gesendet: Sonntag, 5. Januar 2014 15:05
An: Corinna Koch
Betreff: AW: AW: Tierheim Reichstädt

Sehr geehrte Frau Koch,
nach Ihrer Antwort auf meine Mail, sehe ich mich veranlasst doch noch einmal zu antworten.
Leider sind Sie auf meine Vorwürfe überhaupt nicht eingegangen. Deshalb muss ich diese nochmals konkret darstellen.
Wir hatten im Vorfeld bei unseren Gesprächen in Reichstädt und Freital klare Positionen, dass Sie im Falle einer Anfrage von Dippoldiswalde aus Kapazitätsproblemen bei Ihnen in Freital, aber auch aus Gründen des kollegialen Miteinanders für den Tierschutz insgesamt, einen Vertrag mit Kommunen, die bisher von unserem Tierheim betreut werden, nicht eingehen. Genau das Gegenteil haben Sie nun getan. Ich hatte Frau Salomon bei unserem Telefonat zur Anfrage von Dippoldiswalde klar gesagt, und da wiederhole ich mich, dass wir lediglich eine Gebührenerhöhung mit der Stadt vereinbaren wollten, den generellen Vertrag aber weiterführen möchten. Leider hat Sie das aber offensichtlich nicht interessiert. Wie soll man denn nun eine solche Verfahrensweise aus Ihrer Sicht bezeichnen, wenn es kein Vertrauensbruch sein soll? Obwohl wir Ihnen im vergangenen Jahr all unsere Zahlen offengelegt haben in der Hoffnung im Sinne des Schutzes der uns übergebenen Tiere eine Kooperation bis hin zu einer Fusion übergeben hatten, ist von Ihnen jegliche Kooperation abgelehnt worden. Dies haben ( mussten ) wir akzeptieren, wenn es eben von Ihnen nicht gewollt war. Nunmehr aber haben Sie sich direkt gegen unser Tierheim mit dem Vertrag mit Dippoldiswalde gestellt, da Sie ja nun unsere finanzielle Lage zur damaligen Zeit gut kannten.
Der von uns gewünschte Schulterschluss im Sinne des Tierschutzes ist jetzt leider von Ihnen zerstört worden. Wir haben noch ein letztes Fünkchen Hoffnung, dass Sie vielleicht nochmals alles überdenken und den Vertrag mit Dippoldiswalde nicht abschließen. Anderenfalls werde ich, der Unterzeichner, die mir bekannten Mitglieder Ihres Vereines über die entstandene Situation in Kenntnis setzen, damit ich nicht einmal den Vorwurf bekomme, dass ich mich nicht gerührt hätte.
Sehr geehrte Frau Koch, ich bedauere diese Situation, leider haben wir aber keinen anderen Weg gesehen.

Mit dennoch freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für Sie und Ihre Aufgaben im Neuen Jahr
Bernd Greif



 

Leserbrief von Andreas und Beate Klier zum SZ-Artikel vom 10.01.2014:

Bestürzt las ich in der SZ den Bericht über den Vertragsabschluß der Stadt Dippoldiswalde mit dem Tierheim Freital. Kann es sein, das es sich die Damen und Herren im Stadtrat da etwas zu einfach machen. Das Argument der Tierabholung ist doch an den Haaren herbeigezogen. Soweit mir bekannt ist, fährt Frau Thiele, als Mitarbeiterin des Tierheimes Reichstädt, auch nach 19.00 Uhr, also nach Dienstschluß, mit ihrem privaten Pkw zur Tiersicherstellung, um Fundtiere im Tierheim Reichstädt unterzubringen.

Noch vorigen Jahres scheiterte eine Fusion der Tierschutzvereine Freital – Dippoldiswalde unter anderem daran, das Freital kein Fahrzeug zur Tierabholung hatte, sich mit einem zu hohen Verwaltungsaufwand konfrontiert sah und die Kapazität des Heimes ohnehin schon am Limit war.

Sollte sich in so kurzer Zeit das alles geändert haben? So ein Vertrag bringt finanziell gesehen schon ein paar Euro ein, doch hat man in Freital wirklich personell aufgestockt, sich ein Kfz zugelegt und das Heim baulich erweitert? Mit ein paar zusätzlich aufgestellten Boxen ist da sicher nichts getan.

Eines steht fest, Reichstädt verfügt auch über ein sauber und ordentlich geführtes Tierheim mit entsprechender Transparenz für den Außenstehenden. Die Auszeichnung des Deutschen Tierschutzbundes für ein vorbildliches Tierheim, geführt nach den Richtlinien des DTB, welche das Reichstädter Tierheim ziert, kann keine umliegende Einrichtung dieser Art vorweisen.

Hoffentlich haben unsere Stadträte da nicht mal so einen Schnellschuß getätigt, um ein Problem vom Tisch zu bekommen, sondern sich im Vorfeld kundig gemacht, wie es fortan um die Unterbringung unserer unfreiwillig in Not geratenen Vierbeiner bestellt ist.


Zur Situation des Tierheimes Reichstädt

WICHTIG: In den beiden Gesprächen mit den Freitalern wurde eindeutig ausgesprochen, dass der Freitaler Verein keine Tiere aus dem Bereich aufnimmt, wo wir Vereinbarungen mit den entsprechenden Kommunen haben!
Freital hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein Einzugsgebiet von ca. 90.000 Einwohnern unter Vertrag (nach eigenen Angaben zu 0,70 Euro/Ew).

Nun kommt die Krönung des Ganzen (30.09.2013):

Demnächst würden auch neue Vertragsentwürfe bei Frau Weißbach auf dem Tisch liegen, welche diese wahrscheinlich etwas ins Schwitzen bringen würden und ab Januar hätte er wahrscheinlich auch noch mehr zu sagen.

Danke Herrn Koch für die wertvollen Informationen.

(Fortsetzung vom 29.01.2014):

Somit wäre ohne Not die Zeit von 3 Monaten zur Verfügung, um über den finanziellen Aspekt der Fundtierbetreuung zu sprechen und noch vor dem 31.12.2013 unsere Kündigung zurückzunehmen.

 

Fortsetzung vom 08.02.2014

Es hat über Jahre keine Probleme mit der Vereinbarung gegeben, auch nicht mit der mündlichen Absprache (Herr Reichel hat 2013 z. B. 2x einen Hund ins Tierheim geholt). Mehr Aufwand ist da auch sonst nicht gewesen.

Und hier einmal die Festlegungen der Vereinbarung lt. § 2, Abs. 6 von 2012 im Wortlaut:

Fundtiere können durch Mitarbeiter der Ordnungsbehörde der Stadt und der Polizeibehörde eingeliefert bzw. durch Tierheimmitarbeiter (nach Möglichkeit) eingeholt werden. Von der geplanten Einlieferung von Fundtieren ist das Tierheim telefonisch zu informieren (täglich 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr). Bei bestehender Notwendigkeit außerhalb der offiziellen Besetzung des Tierheimes (wo die Stadt nicht über die eigene Unterbringungsmöglichkeit für Hunde verfügt), kann über die Vereinsnummer 03504/619950 bzw. über die 0152/27696xxx (Frau Thiele) informiert werden. Sollte die Polizeidienststelle über Fundtiere durch Bürger informiert werden, wendet man sich über die Vereinsnummer bzw. die genannte Handy-Nummer weiter.

Die Vereinbarung sei zu unkonkret usw... Vielmehr ist es so, dass hier etwas konstruiert wird, was mir erst nicht so richtig nachvollziehbar war.
Das änderte sich mit

Es ist u. E. unsinnig, sowas überhaupt realisieren zu wollen, die Leidtragenden sind in jedem Fall Tiere..., aber jede Kommune zahlt...
Und jede Katze (um diese handelt es sich nämlich, denn freilaufende Hunde fängt auch Freital nicht ein), die in einer Falle sitzt – und wie lange dauert es wohl, bis jemand sie holen kommt (wohlgemerkt aus Freital...), bekommt Stress pur, dann irgendwann der Transport – vielleicht ein Käfig... dieses Tier ist dann garantiert kein zahmes Fundtier mehr, sondern ein scheues, das man leider wieder frei lassen muss... wo?

 

Zu diesen 3 Fragen äußern wir uns in der Fortsetzung...


Folgenden Brief von Frau Katrin Thiele (Mitarbeiterin im Tierheim Reichstädt) an den Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Dippoldiswalde, Ralf Kerndt, veröffentlichen wir hier an dieser Stelle:

Sehr geehrter Herr Kerndt,

im Bezug auf meinen Anruf bei Ihnen am 14.01.14, welcher den Artikel in der SZ am 10.01.14 betraf: „Stadt schließt Vertrag mit Freitaler Tierheim“, möchte ich mich hiermit noch einmal an Sie wenden.
Im Artikel äußerten Sie, dass das Tierheim Reichstädt außerhalb der üblichen Arbeitszeit keine Bereitschaft anbieten kann.
Mir blieb fast das Herz stehen bei diesem Satz. Das ist doch gar nicht wahr! Ich stehe, neben Frau Weißbach, mit meiner persönlichen Handynummer seit drei Jahren in der Vereinbarung welche Sie selbst unterschrieben haben. Auch die Polizei hatte meine Nummer und meine angebotene Bereitschaft genutzt. Ich bin ständig nach 19 Uhr erreichbar und bin mit meinem privaten Fahrzeug sofort losgefahren, wenn irgendwo zum Beispiel ein Hund zu holen war.
Warum sagen Sie dann so etwas? Haben Sie keine Bauchschmerzen bei dem Gedanken, die Bevölkerung falsch zu informieren? Ich werde sehr oft von Leuten angesprochen, welche wissen, dass ich abends manchmal unterwegs bin für Tiere. Ich kann aber nur in Einzelfällen Ihre Falschaussage richtigstellen.
Auch Ihre Reaktion am Telefon hat mich entsetzt.
Ihre Worte – „Das ist so nicht festgeschrieben“. Ich sage da nur Vereinbarung!
Verstehen kann ich dieses Verhalten überhaupt nicht und ich kann und will mich auch damit nicht abfinden, denn ich bin persönlich angesprochen und beleidigt.
Ich erwarte, genau wie Ihre falsche Äußerung in der Öffentlichkeit, jetzt eine Richtigstellung in der Öffentlichkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Katrin Thiele

Höckendorf, 19.01.14